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Maßnahmenzulassung nach Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung

Sofern Träger Maßnahmen durchführen wollen, die über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) oder über einen Bildungsgutschein finanziert werden sollen, müssen diese Maßnahmen im Vorfeld von einer Fachkundigen Stelle zugelassen werden.

Dies betrifft folgende Maßnahmen:

  • Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach § 45 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 5 des SGB III
  • Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung nach dem Vierten Abschnitt des Dritten Kapitels des SGB III

Maßnahmen der Aktivierung und beruflichen Eingliederung werden nach vier Zielsetzungen unterschieden:

  1. Maßnahmen zur Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt (§ 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SGB III)
  2. Maßnahmen zur Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen (§ 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 SGB III)
  3. Maßnahmen zur Heranführung an eine selbständig Arbeit (§ 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 4 SGB III)
  4. Maßnahmen zur Stabilisierung einer Beschäftigungsaufnahme (§ 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 5 SGB III)

Bei der Zuordnung der Maßnahmeinhalte zu den genannten Zielsetzungen beachten Sie bitte auch die Orientierungshilfe der Bundesagentur für Arbeit. Jede Maßnahme bzw. jeder Maßnahmebaustein muss einer konkreten Zielsetzung zugeordnet sein. Die Zulassung eine Maßnahme bzw. eines Bausteins mit mehreren Zielsetzungen ist nicht möglich.

Bitte beachten Sie für die Zulassung von Maßnahmen der Aktivierung und beruflichen Eingliederung die Empfehlungen des Beirats und die Umsetzungshinweise der Bundesagentur für Arbeit, in welcher wichtige Aspekte (z.B. die Dauer einer Unterrichtseinheit, Ausschluss des Erwerbs des Führerscheins der Klasse B) verbindlich geregelt sind. Sie finden alle aktuellen Unterlagen unter Downloads.

Die Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung werden nach den folgenden vier Wirtschaftszweigen unterschieden:

  1. gewerblich-technischer Bereich
  2. kaufmännischer Bereich
  3. unternehmensbezogene Dienstleistungen
  4. personenbezogene und soziale Dienstleistungen

Die Anforderungen an Maßnahmen sind in den § 179 SGB III in Verbindung mit § 3 AZAV definiert. Ergänzend gelten für Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung auch noch die § 180 SGB III und § 4 AZAV. Auch die Anforderungen an Maßnahmen werden ggf. durch verbindliche Empfehlungen des Beirates nach § 182 konkretisiert.

In den Umsetzungshinweisen der Bundesagentur für Arbeite finden sich zusätzlich verbindliche Vorgaben für die Zulassung von Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung. So gibt es verbindliche Vorgaben für die Auslagerung von Unterricht an Berufsschulen (Umsetzungshinweis 3-2018). Alle aktuelle Dokumente finden Sie unter Downloads.

Informationen zum Zulassungsverfahren von Maßnahmen erhalten sie auf der nachfolgenden Seite. Sofern Maßnahmen durch die Qualidata GmbH zugelassen sind, müssen diese während des Zulassungszeitraum von uns überwacht werden.