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Überwachung von Maßnahmen

Die ortsbezogene Überwachung zugelassener Maßnahmen erfolgt im Rahmen der Überwachung der Trägerzulassung. Im Vorfeld der Überwachungsaudits/Re-Zertifizierungsaudits übermitteln die Träger der Qualidata GmbH eine Liste aller laufenden und durchgeführten Maßnahmen seit dem letzten Audit durch die Fachkundige Stelle.

Die AZAV lässt grundsätzlich zu, dass Träger Maßnahmen bei Fachkundigen Stellen zulassen, die den Träger nicht zugelassen haben. Dadurch ist es Trägern theoretisch möglich Maßnahmen zu betreiben, die nicht überwacht werden. Um dem vorzubeugen, verpflichtet der Beirat nach § 182 SGB III die Fachkundigen Stellen, Maßnahmen ortsbezogen zu prüfen. Sofern dieselbe Fachkundige Stelle Träger und Maßnahmen zertifiziert, geschieht diese Überwachung regelmäßig anlässlich der Trägerüberwachung.

Hält eine Fachkundige Stelle nur Maßnahmezulassungen von einem Träger, so ist sie verpflichtet diese Maßnahmen (ortbezogen) zu überwachen. Dies geschieht bei der Qualidata GmbH, indem die Träger jährlich, Stichtag ist jeweils das Datum der Erstzulassung der ersten Maßnahmezulassungen, bei der Qualidata GmbH eine Liste aller laufenden und durchgeführten Maßnahmen einreichen muss.

Stichprobenverfahren und Maßnahmendokumentation

Auf der Grundgesamtheit dieser Maßnahmen werden von der Qualidata GmbH Überwachungen, nach einem Stichprobenverfahren, durchgeführt und auf der Liste durchgeführter Maßnahmen dokumentiert. Die Stichprobenziehung erfolgt jeweils pro Fachbereich 1 und 4.

Darüber hinaus gelten folgende Besonderheiten bei Maßnahmezulassungen, bei denen die Qualidata GmbH nicht die Trägerzulassung hält:

  • Im Zulassungsverfahren der Maßnahme muss der Träger für alle Maßnahmen der Maßnahmeliste eine Kalkulation einreichen, unabhängig davon, ob sich die Maßnahme in der Referenzauswahl befindet.
  • Der Träger muss im Zulassungsverfahren die Personal- und Raumstandards der Qualidata GmbH ausfüllen und einreichen. Bei der ersten Maßnahmezulassung durch die Qualidata GmbH muss der Kunde ggf. auch den Zertifizierungs- und Zulassungsantrag einreichen.
  • Nach der ersten Maßnahmezulassung erfolgt ein min. halbtägiges Audit vor Ort, dieses wird zeitlich so terminiert, dass es ca. vier Wochen nach dem ersten Maßnahmebeginn durchgeführt wird. Grundlage des Audits vor Ort sind die Unterlagen der Maßnahmezulassung.

Sofern die Stichprobenziehung dazu führt, dass mehr als fünf Maßnahmen in die Überwachung fallen, so wird der Träger darüber informiert, dass ein Vor-Ort Audit mit einem Umfang von min. 1,0 Personentage zu erfolgen hat. Der Auditumfang wird, in Abhängigkeit der Anzahl der zu prüfenden Maßnahmen, je Einzelfall festgelegt.